
Naturland
Die Landjugend hat zu allen Zeiten, trotz aller Umbrüche eine wichtige Rolle im ländlichen Raum gespielt. Vielen Jugendlichen gab sie Orientierung und verhalf zum Blick über den Tellerrand. Sie animierte sich ein zu mischen und die Verantwortung für das Dorf und den ländlichen Raum an zu nehmen. Dabei kam ihr die Rolle des Sprachrohres der Jugend und die Aufgabe des kritischen Hinterfragers zu. Die Landjugend mischt sich ein in die Belange des ländlichen Raumes, sie kritisiert und deckt auf, übernimmt nicht unbesehen Althergebrachtes. Sie macht aber auch Vorschläge und bringt ihre Ideen ein. Sie braucht nicht zuforderst auf Ausgewogenheit und Kompromisse achten, ihr Recht ist es Entwicklungen auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu hinterfragen.
Die KLJB hat sich in ihrer Geschichte nicht gescheut zu politischen Themen wie Kernenergie, Gentechnik, Entwicklungspolitik und Gleichberechtigung Position zu beziehen. Dies hat in der Regel zu Kontroversen mit der Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen geführt. Dabei hat sie sich den Verdienst erworben ihre Meinung auch bei Androhung von Repressalien wie Mittelsperren und Entzug derselben nachhaltig zu vertreten. Die Arbeit der letzten Jahrzehnte hat fraglos einen wesentlichen Beitrag für die Wertorientierung der Mitglieder geleistet. Die Arbeit der KLJB hat darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass Fragen nachhaltigen Wirtschaftens, alternativer Energieversorgung, weltweiter Solidarität, um nur einige zu nennen, den gebührenden Platz in der gesellschaftlichen Debatte bekommen haben. Für die Zukunft gilt es wie bisher Themen sowohl auf der lokalen als auch der landes- und bundespolitischen Ebene auf zu greifen.
Es gibt auch für die nächsten 60 Jahre viel zu tun, packen sie es an!
Mit den besten Wünschen
Hans Hohenester
Präsidiumsvorsitzender Naturlandverband
Hans Hohenester war KLJB Landesvorstand von 1984-1990.

